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Am Anfang war...

...die Idee! ... oder nein, eigentlich nicht. Am Anfang war, wenn ich es mir recht überlege, das Haus der Geschichte in Bonn und ein neues Ausstellungsstück: ein echter VW Bulli aus den 60ern, der geschmückt mit Plastikhanfblättern, rosa angemalt und mit Holzstoßstange noch bis vor drei Jahren durch die USA fuhr. Ich sah diesen Bus und war verliebt. Seitdem ließ mich die Idee nicht mehr los, mit einem Bus Europa zu bereisen. ...bei meinem Freund nur entsetztes Kopfschütteln: zu eng, zu ungemütlich, was tun bei Regen? - doch lieber ins Ferienhaus! Ein erstes Einsehen gab es bei ihm bei einem gemeinsamen Schottlandurlaub im Ferienhaus: "Also, für Schottland ist doch vielleicht eventuell so ein Bus doch gar keine schlechte Idee..." Mehrere Urlaube und tausende von Kilometern später war es soweit. "Ok, wir können uns ja mal einen Bus leihen, um das mal zu testen". Gesagt, getan: Nur ist es gar nicht so einfach, kurz vor der Hauptsaison einen Kastenwagen zu bekommen. Nach einigen Versuchen gaben wir desillusioniert auf und kauften uns ein Zelt, nur im dann eine Woche später über die Internetplattform paulcamper, über die man privat Campinbusse vermieten kann, doch noch die Zusage für einen nagelneuen Bus bekamen. Unsere erste gemeinsame Tour in dem ausgebauten Fiat Ducato führte uns vor also diesen Sommer für zwei Wochen nach Frankreich an die Atlantikküste - einmal von Bordeaux bis in die Bretagne. So wollten wir unsere gemeinsame Campingtauglichkeit testen. Das Ergebnis: Wir fühlten und campingtauglich, den Fiat Ducato allerdings nicht. Mein Freund und Autoexperte fand immer neue Baustellen, die ihn den Kopf schütteln ließen - die Türen zu laut, der Motor zu schwach, zu viel Plastik. Vor allem aber zu groß und zu hoch. Die offiziellen Stellplätze meidend suchten wir nämlich vergeblich nach Möglichkeiten uns romantisch an einsamen Stränden nächtlich zu positionieren - entweder wurden wir durch große Schilder (parken für Wohnmobile zwischen 22 und 6 Uhr verboten) oder durch in zwei Metern Höhe angebrachte Schikanebalken daran gehindert, auf vielversprechenden Plätzen zu nächtigen. Wir kamen also aus dem Urlaub mit der Erkenntnis wieder, dass ein Kastenwagen mit 2,60m Höhe bestimmt viele Vorteile, aber genauso viele Nachteile hat. Eine gute Freundin sagte mir vor einiger Zeit: "In einer Partnerschaft braucht man immer ein Projekt, ansonsten geht sie den Bach runter. Meistens heißt das Projekt Kind..." Je mehr ich darüber nachdachte, desto wahrer erschien mir diese Aussage - da das Projekt "Kind" aus verschiedensten Gründen nicht durchführbar ist, keimte in mir der Gedanke, dass das Projekt "Wir bauen einen Bus" doch eine gute Idee sei, zumal mein Freund als Maschinenbauer und Motorenentwickler durchaus als Experte betrachtet werden kann. Seine Begeisterung hielt sich nur leider immer noch in Grenzen. Bis ich letzte Woche meinen traumatischen 40sten Geburtstag feiern musste. Als ich sein Geschenk in Empfang nahm, traute ich meinen Augen kaum - eine Bulli-Spardose mit einem "Projektfahrplan", beginnend mit dem Kauf eines gebrauchten VW-Busses, endend mit der ersten gemeinsamen Tour im kommenden Jahr... Mit dem Geschenk kam mir dann der Gedanke, das "Projekt Bull" in diesem Blog zu begleiten. Ob und wie es weitergeht, ist dabei natürlich völlig offen...

15.8.14 19:41

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